Komfortzone verlassen – Herausforderung meistern

Blogparade_Birgit_Terletzki_small (1)Als meine Tochter gestern aus der Schule kam, erzählte sie mir, dass sie in Deutsch einen Text für einen Poetry Slam geschrieben hatte. Sie hatten dafür 10 Minuten Zeit! Wow dachte ich bei mir und noch während ich so nachdachte, ob ich in 10 Minuten etwas passables zustande gebracht hätte, las sie ihn mir schon vor. Hier ging es um das Thema Freiheit. Und während ich hier so schreibe – bekomme ich schon wieder eine Gänsehaut, denn die Gedanken die sie dazu hatte – das bekommt manch Erwachsener nicht hin. Solch eine Weitsichtigkeit, Weißheit bis hin zur Spiritualität – einfach der purer Wahnsinn. Ok, aber zurück nun zu dem Thema – denn sicherlich fragst du dich jetzt,was das nun mit der Komfortzone zu tun hat.

Ganz einfach – 

Eine Komfortzone ist ein Bereich, in welchem man Bequemlichkeit lebt, ein Bereich der Beharrlichkeit – man kann auch Starrheit dazu sagen.

Andere definieren die Komfortzone als sogenannte Wohlfühlzone. Es ist aber auch die Zone, in welcher wir uns sicher und geborgen fühlen. Das ist soweit auch gut und richtig. Doch spätestens dann, wenn dieser Bereich und somit auch wir unbeweglich werden, dann sind wir nicht mehr frei. Wir harren in einem festgesteckten Bereich aus und spüren Stillstand.

Doch der Reihe nach. Die Komfortzone an sich ist ja nichts schlechtes. Wir alle möchten uns geborgen, behütet und sicher fühlen. So können wir uns entwickeln aber auch in Ruhe weiterentwickeln – bis zu einem bestimmten Grad. Wir befinden uns also in einem Bereich, der durch Gewohnheiten und Rituale bestimmt ist. Das ist vor allem für Babys und Kinder essentiell wichtig – nur so können sie in Sicherheit auch ihre Welt erkunden. Die Komfortzone kann also durchaus positiv sein. Aber eben auch gefährlich. Denn in diesem Bereich wird sich nichts zum Positiven ändern- im Gegenteil – sie kann auch Rückschritt bedeuten.

Wenn Du etwas erreichen möchtest, dann musst du deine Komfortzone verlassen. Das bedeutet Herausforderung, zu Beginn kann auch Angst und Unsicherheit sich breit machen. Aber du lernst, darfst Fehler machen und gestärkt daraus hervorgehen.

Doch wie erkennst du, dass du in der Komfortzone verharrst, Gewohnheiten dir das Lenkrad aus der Hand nehmen? Sobald sich Routine einschleicht, gepaart mit Unzufriedenheit und Frust, dann solltest du das als Alarmzeichen ansehen. Du gehst verbittert durch dein Leben, pochst auf Deine Meinung, sprich andere Sichtweisen lässt du nicht zu, Vorurteile bauen sich auf, dein Denken wir starr. Aber auch Krankheiten können ein Hinweis darauf sein, dass du Veränderung – ob beruflich oder privat – brauchst. Du bist weniger motiviert, fühlst dich womöglich weniger wert und begibst dich in die Opferrolle. All das bedeutet Stagnation, Rückschritt, Stillstand.

Leichter wird das alles, wenn du dein Leben selbst in die Hand nimmst, wenn du auf deine innere Stimme – also auf dein Gefühl hörst und deine inneren Bedürfnisse kennst. Akzeptiere dich und deine Bedürfnisse, freue dich auf Veränderung und auf deine neu gewonnen Freiheit.

Dieser Artikel entstand im Rahmen von Steffis Blogparade „Ein Leben ohne Grenzen“. Auf ihrer Seite sind noch viele weitere Artikel zu diesem Thema verlinkt.

 

2 Comments

  1. Ohja, das ist alles sehr wahr. Ich habe mich jahrelang aus Angst aus meiner eigenen „Komfortzone“ nicht mehr heruasgewagt und dabei gar nicht bemerkt, dass sie so gar nicht komfortabel war. Und dass aus dem Gefühl der Sicherheit ganz viel Unsicherheit und dann Angst wurde. Die wurde dann so schlimm, dass ich wegen einer Angserkrankung in Behandlung musste (wollte). Hier habe ich dann aber zum Glück gelernt, wieder Mut zu schöpfen und begonnen, Wagnisse einzugehen und mein Leben zu verändern. Ich habe inzwischen meinen Job gekündigt und bin nun erstmal 4 Monate auf Reisen (der erste Monat ist nun rum). Klar habe ich immer mal wieder Angst und mache mir Sorgen, kann nicht einschlafen. Aber mir wird auch immer bewusster, dass, egal was passiert, die Welt wird sich weiter drehen – es wird nix schlimmes passieren. Das ist ein gutes Gefühl.

    • Liebe Jette, danke für Deine so persönlichen Worte. Deine Erfahrungen werden vielen Menschen helfen und ihnen zeigen, dass es immer einen Weg nach vorn gibt. Ich wünsche Dir von Herzen alles Gute für die Zukunft und viel Freude und Spaß auf Deinen Reisen.

      Birgit

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